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Archive for the ‘this is miscellaneous.’ Category

Mein kleines Video aus Melbourne 2006, das ich immer noch sehr gerne anschaue und dabei träume.

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Ganz, ganz großes Kino, bitte unbedingt lesen. Hier einer meiner Lieblingsausschnitte:

[…] Unsere Fähigkeiten als Menschen sind begrenzt. Wir können nur ein wenig fernsehen, vögeln, ausgehen und ein bisschen Kunst schaffen, aber wahrscheinlich sind Mozarts Requiem oder ein Hamlet vom Weltraum aus betrachtet auch nur Scheiße, menschliche Scheiße, über die jedes höhere Wesen oder jeder Außerirdische nur den Kopf schüttelt.
Also was soll man tun? Sich volldröhnen? Umbringen? Fernsehen und hoffen, dass es mit Anstand vorbei geht? Lachen glaube ich, ist richtig. Lachen ist was Tolles, das Beste vielleicht. Und natürlich lieben, wenn man das Glück hat, jemanden zu finden, der diese Gefühle wert ist. Liebe und Lachen sind vielleicht die perfektesten Formen von Verdrängung.

Ich würde dir gern schreiben, dass alles einen Sinn hat. Ich würde gern einstimmen in den Chor, dass das Leben super ist. Aber ich kann nicht. Man muss das nur mal festhalten: Wir sind uns bewusst, dass wir sterben, und als ob das nicht schon reichen würde, werden wir auch noch krank, gibt es Armut, Leid, Trauer, Krieg, Angst, schlechte Fernsehsendungen und REM. Das Leben hat also nicht gerade viel für uns getan. Okay, es hat uns eine Existenzgrundlage gegeben, das ist ein Pluspunkt, aber ansonsten ist es relativ fies zu uns. Ich schulde ihm jedenfalls nichts. Und trotzdem liebe ich es. Obwohl das Leben wie eine fette, hässliche Frau mit Glubschaugen oder wie ein kleiner behaarter Mann aussieht, lieben es die Menschen. Das Leben ist wie Danny de Vito, wenn du so willst.

Denn vor allem kann man ihm fast nie lange böse sein. Manchmal, wenn alles schlecht läuft – ich bin traurig, allein, ohne Hoffnung -, gehe ich spazieren. Und dann, einfach so, scheint die Sonne durch die Bäume, wie damals, als ich ein kleines Kind war und mit meinen Eltern durch den Englischen Garten gegangen bin, ein Eis bekommen hab und mich so sicher wie danach nie mehr gefühlt habe. Ich erinnere mich so an damals, die Sonne scheint, es ist windig und wunderschön. Dann habe ich auf einmal wieder dieses längst vergessene Gefühl, es schaffen zu können. Mit diesem billigen Trick kriegt das Leben mich wieder rum. Es ist, als wäre man wütend auf das Leben, und dann zieht es eine süße Meg-Ryan-Schnute, küsst dich und spendiert dir einen tollen Moment, und irgendwie denkst du dir dann: Na ja, okay, der ganze Kram ist vielleicht doch nicht so schlecht. […]

(Auszug aus einem Brief von Beck an Ben, in „Beck und ich, Teil 6“)

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